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Griechische Vorspeisen - ΜΕΖΕΣ

Es ist kein Geheimnis, dass Essen und Trinken für mich eine besondere Bedeutung haben. Ich verbinde damit Entspannung, Genuss, Sinnlichkeit und Geselligkeit.
So habe ich mich sehr gefreut bei den Vorbereitungen für eine Hochzeit in Mytilene mit dem verantwortlichen Koch Dimitri ein wenig über Alternativen zu den gängigen griechischen MEZE (griechisch Vorspeisen) zu plaudern. Das Wiener Brautpaar wollte ein reiches Potpourri an verschiedenen bekannten Vorspeisen haben, wie z.B. Melanzanisalat, Tzatziki, usw. 
Aber darüber hinaus wollten sie auch weniger Bekanntes.
Dimitri, ein sehr netter und äußerst zuvorkommender Koch, meinte einfach: Sag mir was du willst und ich bereite das vor! Alles kein Problem! Ein Traum!!! Gut, habe ich mir gedacht. Ich finde was Interessantes und Gutes, bespreche das mit den Beiden und informiere dann Dimitri. Wieder in Wien, habe ich meine griechischen Kochbücher gezückt. An einem Freitag Nachmittag habe ich mich also in unserem Büro mit meinem Lieblingskochbuch MEZEΣ auseinandergesetzt. 



Ich habe natürlich nicht, wie ursprünglich geplant, nach einer Stunde die Auswahl fertig gehabt. Nein, mein Magen hat nach fünf Minuten zu knurren angefangen. Also bin ich auf die Jagd gegangen: in unserem abgemagerten Bürokühlschrank hat mich bis auf Ketchup, Dijon-Senf und Laktose freier Milch eine große Leere angegähnt. Was sollte ich machen? Schnell Einkaufen fahren oder doch rasch essen gehen? Ich habe mich für letzteres entschieden und bin beim Griechen ums Eck gelandet. Naja, zum Einstimmen ...
Mein Kochbuch hat mir natürlich Gesellschaft geleistet und zum Austausch von Rezepten mit dem redseligen Koch geführt.

Da ich ein Fan von regionaler und saisonaler Küche bin, habe ich den Beiden folgende zusätzliche Meze vorgeschlagen:
* Zucchini Salat mit marinierten Anchovis
* Fischkroketten mit Paprika Dip
* frisches Ladokouloura und Kopanisti-Dip

Ladokouloura ist eine Art Brot, dass aus Olivenöl und Getreide hergestellt wird. Üblicherweise ist es gelblich und hat einen einzigartigen und intensiven Olivenölgeschmack. Es kommt traditionell von der Insel Kythera (im Süden des Peloponnes) und wird in ganz Griechenland gegessen, oftmals findet man es in unterschiedlichen Formen: z.B. zu kleinen Zöpfen geflochten. Es ist sehr schmackhaft und ein toller Begleiter zu Salaten.

Kopanisti ist ein Blauschimmelkäse von den Kyladen. (Zu den Kykladen zählen die Inseln: Paros, Tinos, Mikonos, Santorin, uvm.) Er wird aus Ziegen-, Schaf- oder Kuhmilch hergestellt. Dimitri wird ihn zu einem Dip verarbeiten, der dann die spezielle Dip-Trilogie begleiten wird: Kopanisti, Skordalia und Tzatziki.

Wer gerne mehr erfahren möchte, hier meine Buchempfehlung:
Elissavet Patrikiou, "Griechische Meze: Mein kulinarischer Ausflug nach Thessaloniki" ISBN-13: 978-3881179669

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