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Heiraten in Italien - Wedding Angel auf den Spuren der Etrusker

Wedding Angel ... frühe italienische Geschichte ... Hochzeit ...

Da mittlerweile jedes unserer Brautpaare ihre Hochzeit unter ein Motto bzw. Thema stellt, habe ich beim letzten Toskana Aufenthalt meinem Freund und begnadeten Guide Giorgio etwas genauer zugehört... 
Es waren die Etrusker, die der Toskana ihren Namen gaben. Es waren Krieger zu Wasser und zu Land, die ca. 1200-800 v. Chr. nach Mittelitalien kamen und dort sesshaft wurden. Sie bauten Straßen, legten das Land trocken und gründeten Städte. Auf meiner Toskana Rundreise bin ich durch viele kleinere und größere mittelalterliche Städtchen gelaufen.
Fahren geht nicht, weil man meistens nicht mit dem Auto in die Stadt hineinfahren darf. Und so ganz nebenbei musste ich dafür sorgen, dass das gute Essen nicht als Hüftspeck bzw. Wintervorrat wieder mit nach Hause kommt.

Weil wir gerade dabei sind: wer kennt das nicht: duftend heiße Bruschetta, würzig, kross ...


Dann der Primo und natürlich ein Secondo, d.h. der 1. Gang gefolgt vom 2. Gang. Ein bisserl Kraft braucht man ja für bergauf und bergab in diesen kleinen, verträumten mittelalterlichen Städtchen. Und dann das Dessert, Dolce, ein Tiramisu ich sag's Ihnen, verboten gut- so gut, dass mir sogar jetzt beim Schreiben, allein beim daran Denken das Wasser im Mund zusammenläuft. Kennen Sie das?

Also weiter: Ich bin also nach Lucignano. Lucignano ist eine süße, verträumte, kleine mittelalterliche Stadt.

Und, man stelle sich vor, es gibt keine Touristen und auch keine Autos! Ich möchte Sie nicht quälen, aber kurz ein kleiner Abschweifer zum vorzüglichen Cappuccino und den verbotenen, kleinen süßen Dingern, die husch in meinem Mund gelandet waren und sich zu einer wahren Gaumenfreude entfaltet haben.
Aus der Bar raus, dem italienischen Kaffeehaus, zwei Schritte links und dann in die kleine Gasse rechts abgebogen befindet sich das Standesamt und fünf kleine Schritte weiter ist man gleich in der Kirche. Das Standesamt begrüßt mich mit seinem altehrwürdigen Interieur ...

... und die sehr ansprechende Außenstelle lädt mich ein, Zeugin einer Trauung zu sein.

Nach dem zart gehauchten Si der Braut und dem voller Ungeduld gebellten Si des Bräutigams, der Ringwechsel, Verlesung des Gesetzestextes, endlich der nicht endend wollende Kuss im tosenden Applaus der vollzählig erschienen Gemeinde. Ich bedanke mich bei den Frischvermählten, dass ich Zeuge ihres Großen Tages sein durfte und wünsche ihnen, alles Gute, Gesundheit und Glück, viele bambini (hier habe ich allerdings kurz überlegt, ob das heute noch zeitgemäß ist. Aber nachdem die Beiden sich so über die Glückwünsche gefreut und mich herzlich umarmt haben, denke ich, es hat gepasst!).

Ich mache mich weiter auf den Weg und behalte mir Lucignano als Geheimtipp für Brautpaare mit einem Hang zur Geschichte und einem Faible für Verstecktes, fernab der ausgetrampelten Touristenpfade.

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